Schwenninger Wild Wings - Fischtown Pinguins 3 : 2

18. September 2016 - 19:00

Die Fischtown Pinguins haben ihren ersten Punkt in der DEL geholt, den ersten Sieg aber unglücklich verpasst. Beim 2:3 nach Verlängerung bei den Schwenninger Wild Wings waren sie am Ende die bessere Mannschaft, kassierten allerdings in der Verlängerung eine Strafzeit und dann das entscheidende Gegentor. Zuvor war Brock Hooton ein seltenes Kunststück gelungen.

Es war ein schwieriger Start für die Pinguins, von den ersten fünf Minuten spielten sie vier in Unterzahl. Das half nicht gerade, Sicherheit ins Spiel zu bringen. Und so war das erste Drittel von vielen Fehlern geprägt. Schwenningen hatte die besseren Chancen, ohne beängstigend zu werden. Denn viele Schüsse waren unplatziert. So gelang den Gastgebern nur ein Tor durch István Bartalis, der mit dem Rücken zum Tor stehend schoss und Pinguins-Keeper Jani Nieminen überwand (11.).

Brock Hooton mit einem seltenen Treffer bei doppelter Unterzahl

Zwei weitere Strafen kurz vor Ende brachten die Pinguins in höchste Bedrängnis, sie waren in doppelter Unterzahl. Doch statt ein weiteres Tor zu kassieren, erzielten sie einen Treffer mit Seltenheitswert: Brock Hooton konterte und traf zum 1:1 (21.), obwohl der Gegner mit zwei Mann mehr auf dem Eis stand. Danach kamen die Pinguins immer besser rein und waren phasenweise spielbestimmend. Und das, obwohl mit Jeremy Welsh und Andrew McPherson, die sich jeweils nach Checks verletzt hatten, zwei Mittelstürmer fehlten.

Steve Slaton muss als Mittelstürmer ran

Die Pinguins spielten mit drei Sturmreihen und Steve Slaton als Aushilfs-Center weiter. Sie hätten in Führung gehen können, als Hooton in der 33. Minute frei zum Schuss kam und als Jordan George im Powerplay knapp verfehlte. 20 Sekunden vor dem Ende bekamen sie allerdings die nächste kalte Dusche. Kevin Lavallee ließ sich von Andrée Hult abschütteln und der erzielte die 2:1-Führung für die Gastgeber, die zu diesem Zeitpunkt nicht verdient war.

Jordan George erzielt das 2:2

Die Bremerhavener ließen sich davon nicht runterziehen, spielten immer zielstrebiger und machten in der Mitte des Schlussdrittels viel Druck. Das 2:2 in der 47. Minute war verdient. Wild-Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier wehrte den Schuss von Lavallee noch ab, doch George setzte den Nachschuss ins Netz. Kurz darauf hatte die Gastgeber noch Glück bei einem Pfostenschuss von Wade Bergman.

David Zuckers Tor fällt erst nach der Schlusssirene

Drei Minuten vor dem Ende blockte Dominik Tiffels einen Schuss von Daniel Schmölz, der beinahe das Siegtor für die Gastgeber bedeutet hätte. Aber auch die Pinguins waren noch einmal ganz nah an der Entscheidung dran. Lavallee schoss in der Schlusssekunde über das Tor. Die zurückprallende Scheibe drückte David Zucker über die Linie. Aber die Zeit war schon abgelaufen.

Will Acton sorgt für die Entscheidung in der Overtime

In der Verlängerung, die neuerdings mit drei gegen drei gespielt wird, fiel schnell die Entscheidung. Schon nach 15 Sekunden musste Jason Bast auf die Strafbank, Schwenningen durfte einen vierten Feldspieler aufs Eis bringen. Und die Gastgeber nutzten die Überzahl zum 3:2 durch Will Acton in der 61. Minute. „Leider ging es relativ schnell in der Overtime“, sagte Pinguins-Stürmer Marian Dejdar, „aber wir freuen uns über unseren ersten Punkt, den wir uns hart erkämpft haben“.

Unsere Partner