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Kristers Gudlevskis fängt für die Pinguine

2. Dezember 2019

Unverhofft kommt oft – ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt die Fischtown Pinguins in der abgelaufenen Woche wieder einmal leidvoll erfahren durften. Nach dem sportlich schmerzhaften Ausfall von Torwart Thomas Pöpperle, der nach einer im Training erlittenen Handverletzung für Wochen ausfallen wird, galt es kurzfristig einen adäquaten Ersatz zu generieren, der gleichzeitig auch den finanziellen Rahmenbedingungen des Clubs entspricht. Ein Unterfangen, das den Verantwortlichen der Pinguine Kopfzerbrechen bereitet haben sollte. Umso mehr freut man sich am Wilhelm-Kaisen-Platz, dass mit dem 27 jährigen Letten Kristers Gudlevskis ein Ersatz präsentiert werden kann, der noch in dieser Woche für den Club aus der Seestadt spielberechtigt werden soll.

Gudlevskis stammt aus dem Nachwuchs von Latvijas Bėrzs, von wo er schon früh zum HK Ogre wechselte. Der KHL Junior Draft 2010 bescherte ihm einen Vertrag bei Dynamo Riga, verbunden mit seinem KHL Debüt im Oktober 2011. Von da an nahm seine Profikarriere Fahrt auf und nach seinem 2013 NHL Entry Draft von den Tampa Bay Lightnings ausgewählt, startete er im fernen Nordamerika für die Organisation von Tampa Bay, wo er vornehmlich in drei Spielzeiten für das Farmteam Syracrse Crunch in der AHL mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen konnte. Nach einem weiteren Jahr in der Organisation der New York Islanders und Spielen für Brigdeport Sound Tigers wechselte er zu Beginn der Saison 18/19 zurück in die KHL, wo er bis zu seinem Ausscheiden im Oktober dieses Jahres für Dinamo Riga an den Start ging.

International stand er in 70 Partien für sein Heimatland auf dem Eis, nahm an 4 Weltmeisterschaften teil und glänzte bei den Olympischen Spielen in Sotschi mit einer überragenden Leistung, als Lettland im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale gegen Kanada nur knapp mit 1:2 unterlag, wobei er mit 53 gehaltenen Schüssen zum „Man of the match“ avancierte.

Kristers Gudlevskis hat bei den Fischtown Pinguins einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben und wird ab sofort mit der Rückennummer #37 für den Seestadtklub auflaufen. Gudlevskis: „Ich freue mich, dass ich in einer so starken Liga wie der DEL die Chance bekomme, mein Können unter Beweis stellen zu dürfen. Nach den geführten Verhandlungen habe ich ein sehr gutes Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Hoffentlich kann ich den Pinguins helfen.“ Dort betont man, dass die Nachverpflichtung eines weiteren Torhüters alternativlos war, da man das Wagnis „Weihnachtsspiele“ mit zwei noch relativ unerfahrenen Torhütern (Cerveny/Arnsperger) nicht eingehen wollte. Prey: „Dies ist kein Misstrauen gegenüber Patrik (Cerveny), der seine Sache mehr als gut macht, aber 11 Spiele in knapp vier Wochen können und dürfen wir ihn nicht zumuten. Er wird weiterhin seine Chance bekommen.“

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