Die Fischtown Pinguins gingen mit unveränderter Aufstellung in die Partie – derselben Formation, die am Dienstag einen überzeugenden 6:1-Erfolg in der Eisarena gefeiert hatte. Und auch diesmal knüpfte das Team nahtlos an diese Leistung an. Im Gegensatz zu den ersten beiden Begegnungen gelang es den Bremerhavenern von Beginn an, die Intensität der Adler Mannheim zu matchen. Statt eines frühen Überrollens entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Teams um jeden Zentimeter Eis kämpften.
Der verdiente Lohn folgte zu Beginn des zweiten Drittels: Kapitän Jan Urbas brachte die Pinguins in der 21. Minute mit einem präzisen Schuss unter die Latte mit 1:0 in Führung. In der anschließenden Überzahlsituation verpassten es die Gäste jedoch, den Vorsprung weiter auszubauen. Das hätte sich beinahe gerächt: In der 32. Minute lief Nationalspieler Justin Schütz allein auf Pinguins-Goalie Leon Hungerecker zu, doch der Schlussmann behielt die Nerven und entschärfte die Großchance stark. Wie schon im vorherigen Spiel avancierte Hungerecker mit zahlreichen Paraden zum sicheren Rückhalt und ließ die Mannheimer zunehmend verzweifeln.
Kurz darauf legten die Pinguins nach: Kaum wieder komplett, erhöhte Andy Miele nach feinem Zuspiel von C.J. Smith auf 2:0 (36.). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient, da sich die Bremerhavener immer wieder gefährlich in Szene setzen konnten. Doch kurz vor der Pause kippte das Momentum. Zunächst verkürzten die Adler in Überzahl durch einen abgefälschten Schuss von Zach Solow auf 1:2 (37.). Und es kam noch bitterer: Nur 9,5 Sekunden vor der Sirene gelang Matthias Plachta der Ausgleich, nachdem es den Pinguins nicht gelungen war, die Scheibe im Angriffsdrittel zu halten.
Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur 76 Sekunden nach Wiederbeginn traf Nicholas Jensen zum 3:2 und stellte die Führung der Pinguins wieder her (42.). In der Folge stemmte sich das Team mit großem Einsatz gegen den zunehmenden Druck der Gastgeber, warf sich in jeden Schuss und verteidigte leidenschaftlich. In der 50. Minute brachten sich die Pinguins jedoch selbst in Bedrängnis: Zwei schnelle Strafzeiten ermöglichten den Mannheimern eine doppelte Überzahl, die Nicolas Mattinen zum 3:3-Ausgleich nutzte (51.). Das Spiel stand nun auf Messers Schneide – und 4:47 Minuten vor dem Ende folgte die entscheidende Szene: Leon Gawanke traf zum 4:3 für die Adler. Die Pinguins warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und setzten mit gezogenem Torwart alles auf eine Karte. Doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Zwei Sekunden vor dem Ende blockte Matthias Plachta einen letzten Schlagschuss von Phillip Bruggisser und sicherte damit den Sieg der Hausherren.
Aufstellung Fischtown Pinguins:
Tor: Hungerecker, Gudlevskis
Abwehr: Byström – Eminger, Abt – Jensen, Bruggisser – Hirose, Rausch – Bettahar
Angriff: Urbas – Jeglic – Verlic, Krämmer – Miele – Smith, Kinder – Wejse – Conrad, Herrmann – Friesen
