Mit einem 4:3 Erfolg bei den Red Bulls aus München gewinnen die Pinguins auch ihr zweites Spiel der Saison und wahren die weiße Weste. Weiterhin fehlten auf Seiten der Pinguins die verletzten Rayan Bettahr, Will Riedell und Phillip Bruggisser. Dadurch schickte Trainer Alex Sulzer das gleiche Line-Up aufs Eis wie am Freitag zu Hause gegen Schwenningen. Nach einem 0:2 Rückstand kämpfen sich die Bremerhavener zurück ins Spiel und kommen mit einem kuriosen Treffer zum Ausgleich.
Die Hausherren starteten mit aggressivem Forechecking und setzten die Bremerhavener früh unter Druck. In der 5. Minute hatte Fontaine die erste große Möglichkeit, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am aufmerksamen Kristers Gudlevskis. Nur eine Minute später zeigten die Pinguins eine starke Offensivsequenz: gleich dreimal feuerten Matthew Abt und Miha Verlic von der blauen Linie, fanden aber ihren Meister Niederberger im Münchner Tor. Die Partie blieb schnell und intensiv. In der 8. Minute bediente Hirose mit einem feinen Flip-Pass Daubner, der den Puck aber nicht kontrollieren konnte. Kurz darauf (9. Minute) verpasste McKenna einen Rebound nach einer Kombination von Hager auf Kastner nur knapp. Auch die Pinguins kamen zu ihren Chancen: In der 12. Minute hatte Bennett Roßmy auf der linken Seite viel Platz, doch sein Schlagschuss stellte Niederberger vor keine Probleme. In der 13. Minute fiel dann das 1:0 für die Hausherren. Murphy eroberte die Scheibe im Drittel der Pinguins und spielte schnell auf Rieder in den Torraum. Der legte quer auf Fontaine, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die Antwort der Pinguins ließ nicht lange auf sich warten. In der 15. Minute erspielten sie sich ein druckvolles Powerplay, schnürten München über zwei Minuten in deren Zone ein und hatten Pech, als Miha Verlic nur den Pfosten traf. Kurz vor Drittelende hätten die Pinguins den Ausgleich mehrfach verdient. In der 18. Minute lief Bennett Roßmy frei auf Niederberger zu, konnte ihn aber nicht überwinden. 48 Sekunden vor der Pause dann die Schlüsselszene: Rieder tauchte frei vor Gudlevskis auf, wurde beim Abschluss gefoult, und es gab Penalty. Hirose trat an, doch Gudlevskis parierte stark und hielt sein Team im Spiel.
München kam druckvoll aus der Kabine und setzte die Pinguins sofort unter Druck. In der 24. Minute hatten die Hausherren die Doppelchance: zunächst Hager aus spitzem Winkel, dann Hirose aus kurzer Distanz, doch beide scheiterten am reaktionsschnellen Kristers Gudlevskis. Auch in der 25. Minute brannte es lichterloh vor dem Bremerhavener Tor, als Max Görtz aus kurzer Entfernung abzog und Andy Miele den Abpraller nicht hoch genug platzieren konnte, um Gudlevskis zu überwinden. Kurz darauf prüfte McKenna im Gegenzug den Pinguins-Goalie aus dem Slot (26.), doch erneut blieb der Schlussmann Sieger. In der 28. Minute kassierte Andy Miele eine Strafe, und München nutzte das Überzahlspiel eiskalt: Hirose traf bereits nach 54 Sekunden per Handgelenkschuss zum 2:0. Doch Bremerhaven antwortete prompt. Nur eine Minute später, direkt nach Ablauf der Strafe, war es Max Görtz, der nach Zuspiel von Matthew Abt per Onetimer zum 2:1-Anschlusstreffer traf (29.). Anschließend fanden die Pinguins besser ins Spiel. Christian Wejse kam in der 33. Minute nach einem Onetimer gefährlich zum Abschluss, verpasste aber den Ausgleich. Auch eine weitere Strafe gegen Andy Miele (34.) blieb ungenutzt – stattdessen konterte Alex Friesen in Unterzahl, scheiterte jedoch am Münchner Keeper. Die Partie blieb hochintensiv: In der 37. Minute setzte Sinn den Puck ans Lattenkreuz und kurz vor der zweiten Pause (40.) brachte Nico Krämmer die Scheibe gefährlich in den Torraum, doch Wagners Schläger fälschte den Querpass auf Jan Urbas noch entscheidend ab.
Das Schlussdrittel begann mit einer kuriosen Szene in der 42. Minute: Andy Miele foulte Oswald, und bei angezeigter Strafe verließ Münchens Keeper Niederberger seinen Kasten. Oswald brachte den Puck Richtung Tor, die Scheibe prallte vom Schläger von Vladimir Eminger ab und trudelte ins verlassene Gehäuse – Ausgleich zum 2:2. Das folgende Powerplay konnten die Red Bulls nicht nutzen. Die Partie blieb offen und intensiv. In der 47. Minute zog Christian Wejse gefährlich in den Slot, doch Niederberger war zur Stelle. Kurz darauf (48.) setzte Ziga Jeglič Jan Urbas mit einem Pass von der Bande in Szene, doch der Kapitän scheiterte aus der Drehung. Sekunden später war es erneut Jeglič, der den Puck vors Tor brachte – diesmal fälschte Urbas unhaltbar ab und traf in der 49. Minute zum 3:2 für die Pinguins. Nur wenige Sekunden zuvor hatte Jeglič bereits den Pfosten getroffen. Die Gastgeber drängten auf die Antwort, zumal Bremerhaven ab der 51. Minute gleich zwei Strafen kassierte. München spielte fast 1:40 Minuten in doppelter Überzahl, doch die Pinguins verteidigten leidenschaftlich. Gudlevskis wuchs in dieser Phase über sich hinaus und entschärfte mehrere Großchancen. In der 55. Minute bot sich Bremerhaven selbst die Gelegenheit im Powerplay – und Bennett Roßmy nutzte sie eiskalt. Nur 13 Sekunden vor Ablauf der Strafe erhöhte er auf 4:2 für die Gäste. München gab sich jedoch nicht geschlagen. In der 59. Minute stocherte Brooks die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie und verkürzte auf 3:4. Die Schlussphase gestaltete sich hochspannend, doch die Pinguins spielten die letzten Sekunden clever herunter und sicherten sich einen hart erkämpften Auswärtssieg.
Aufstellung Fischtown Pinguins:
Tor: Gudlevskis, Hungerecker
Abwehr: Byström – Eminger, Abt – Verlic, Rausch – Jensen
Angriff: Urbas – Jeglic – Krämmer, Roßmy – Miele – Görtz, Büsing – Friesen – Mauermann, Kinder – Wejse – Herrmann
