6:4 Auswärtserfolg in Nürnberg – Entscheidung um Platz sechs fällt am Sonntag

13. März 2026

Mit einem 6:4-Auswärtssieg bei den Nürnberg Ice Tigers haben die Fischtown Pinguins am Freitagabend einen wichtigen Erfolg eingefahren – und gleichzeitig einen Vorgeschmack auf mögliche Playoff-Duelle geliefert. Unter den Augen von Bundestrainer Harold Kreis entwickelte sich in Franken eine intensive und emotionale Partie. Die Bremerhavener liefen in unveränderter Formation der vergangenen sechs Spiele auf. Kapitän Jan Urbas musste ebenso wie Nico Krämmer erneut passen.

Die Pinguins erwischten den besseren Start und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Ab der achten Spielminute kippte das Spiel jedoch kurzfristig. Nürnberg kam besser in die Partie, während sich Torhüter Kristers Gudlevskis mehrfach auszeichnen musste. Mit starken Paraden – unter anderem gegen Cole Maier – hielt er sein Team zunächst im Spiel. Auch ein Pfostenschuss von Roman Kechter (11.) blieb ohne Folgen. In der 15. Minute musste Gudlevskis jedoch erstmals hinter sich greifen. Die Antwort der Pinguins folgte prompt: Nur 64 Sekunden später zog Phillip Bruggisser direkt ab, Nürnbergs Keeper Evan Fitzpatrick ließ den Puck abprallen – und Miha Verlic staubte zum 1:1-Ausgleich und seinem 17. Saisontor ab (16.).

Zu Beginn des zweiten Drittels gerieten die Gäste erneut in Rückstand. Charlie Gerard lief unbedrängt quer durch den Torraum, umkurvte Gudlevskis und traf zum 2:1 (22.). Die Partie wurde nun zunehmend hitziger, zwei Faustkämpfe unterstrichen den intensiven Charakter des Spiels. Als die Pinguins wenig später in Unterzahl die Scheibe nicht aus der eigenen Zone bekamen, erhöhte William Graber auf 3:1 (26.). Doch Bremerhaven antwortete erneut schnell: Neuzugang C. J. Smith verwertete einen Abpraller nur eine Minute später zum 3:2-Anschluss (27.). Eine anschließende Überzahl blieb noch ungenutzt, ehe Wejse einen Zwei-auf-eins-Konter eiskalt abschloss und den Puck zum 3:3 in den Winkel jagte (32.). Kurz vor der Pause hatte Colt Conrad bei einem Alleingang sogar die erste Führung auf dem Schläger (36.).

Doch wie schon im zweiten Drittel verschliefen die Pinguins den Beginn des Abschnitts: Wieder war es Gerard, der nach einem Alleingang zum 4:3 für Nürnberg traf (42.). Die Gastgeber setzten nun verstärkt auf Konter – doch erneut hatten die Bremerhavener die passende Antwort parat. Nur 163 Sekunden später traf Verlic mit dem ersten Angriff zum erneuten Ausgleich. In der 51. Minute schlug schließlich die Stunde von Verteidiger Matthew Abt. Sträflich frei gelassen brachte er die Pinguins erstmals an diesem Abend in Führung – ein Treffer, der sich später als entscheidend erweisen sollte. Mit großem Kampfgeist verteidigten die Bremerhavener anschließend ihre Führung. In der Schlussminute sorgte Nino Kinder mit einem Treffer ins leere Tor für den 6:4-Endstand (59.).

Parallel gewann der Titelverteidiger Eisbären Berlin sein Spiel gegen die Adler Mannheim mit 4:2. Damit bleiben die Pinguins vor dem letzten Hauptrundenspiel zwei Punkte hinter Berlin und benötigen Schützenhilfe im Kampf um Platz sechs. Während das Team von Trainer Alexander Sulzer am Sonntag (14 Uhr) Dresden in der heimischen Eisarena empfängt, trifft Berlin auf den EHC Red Bull München, der am Freitag mit 10:1 gegen die Straubing Tigers gewann. Der Erfolg in Nürnberg könnte dennoch erst der Anfang gewesen sein: Schon ab Dienstag könnten die Pinguins erneut auf die Ice Tigers treffen – dann im Kampf um das Viertelfinalticket in der Deutsche Eishockey Liga.

Für das letzte Heimspiel der Hautrunde wird es an der Tageskasse noch einige Rest-Stehplatzkarten geben. Diese sind nur vor Ort zu erwerben und in begrenzter Stückzahl.

Aufstellung Fischtown Pinguins:

Tor: Gudlevskis, Hungerecker

Abwehr: Byström – Eminger, Abt – Bettahar, Bruggisser – Hirose, Rausch

Angriff: Smith – Jeglic – Verlic, Görtz- Miele – Conrad, Kinder – Friesen – Herrmann,  Jensen – Wejse – Mauermann

Autor: Fischtown Pinguins