Trotz der unter der Woche eingetroffenen wenig erfreulichen Nachrichten aus dem „Lazarett“ der Pinguins, wollte man den Schwung der beiden Auftaktsiege mit in diese Partie nehmen. Gespannt war man aber auch darauf, wie sich Talent Florian Reinwald bei seinem Punktspieldebüt für die Pinguins zeigen würde. Im dem von Taktik geprägten ersten Abschnitt hatten die Münchner zwar leichte Vorteile, scheiterten aber immer wieder an Bremerhavens Gudlevskis. Die Pinguins zeigten ihrerseis Gefährlichkeit vor allen Dingen im Powerplay, wo Bruggisser und Broadhurst mit zwei guten Chancen auf sich aufmerksam machten. Das Remis zur ersten Drittelpause spiegelte für beide Seiten ein gerechtes Ergebnis wider.
Das zweite Drittel stand für die Seestädter ganz unter dem Zeichen eines aus derer Sicht unglücklichen Doppelschlags, den die Münchener innerhalb von 19 Sekunden mit zwei Treffern führten. Kurios dabei die Tatsache, dass McKenna mit seinem ersten Saisontor auch den ersten PP-Treffer für die Gäste erzielen konnte. Während die Pinguine ihrerseits mit Fortuna haderten, da Kechter und Bruggisser bei guten Gelegenheiten Pech hatten und Miha Verlics Schuss in letzter Sekunde von der Linie „gekratzt“ wurde, fuhren die Oberbayern mit einer beruhigenden Führung zum zweiten Pausentee.
Pech auch zu Beginn des Schlussabschnitts, als Tuomie`s Schuss, von der Latte abgelenkt den Torjubel der Fans erstickt. Die Pinguins gaben nicht auf und nach einem tollen Scheibengewinn von Wejse konnte Görtz zum Anschlusstreffer einnetzen. Die Hoffnungen der Pinguins das Spiele vielleicht noch einmal zu drehen wurden aber durch Rieders Treffer zum 1:4 zerstört. Am Ende gewannen die Münchner, weil sie an diesem Abend das effektivere Team stellen konnten.
Die Pinguins haben die Chance, sich bereits am kommenden Sonntag im Nordderby gegen die Grizzly Wolfsburg zu rehabilitieren.
Fischtown Pinguins: Tor: Gudlevskis, Hungerecker, Strasen; Verteidigung: Hirose, Bruggisser; Byström, Rausch; Bettahar, Eminger; Sturm: Tuomie, Broadhurst, Verlic; Krämmer, Miele, Smith; Kechter, Wejse, Görtz; Kinder, Friesen, Reinwald;
Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany
Red Bull München: Tor: Niederberger, Bibeau; Verteidigung: Kastner, Pokka; Daubner, Klok; Carrick, Murphy; Warnecke; Sturm: Ehliz, Kahun, McKenna; Oswald, Ferguson, Eisenschmid; Rieder, Thaler, Hirose; Hager, Hede;
Trainer: Max Kaltenhauser (Interimscoach für Oliver David) , Rob Leask
Tore:
0:1 (21:49) McKenna, Ehliz, Eisenschmid PP1
0:2 (22:08) Thaler, Daubner, Rieder EQ
0:3 (36:54) Hager, Rieder, Hirose PP1
1:3 (49:11) Görtz, Wejse EQ
1:4 (55:13) Rieder, Thaler, Warnecke EQ
Strafen: Bremerhaven: 10 München: 12
Schiedsrichter: HSR: Jackson Kozari, Marc Iwert LM: Claus Clemens Behrendt, Dominic Kontny


