Gute Premiere für Washkurak
Trotz einer engagierten Leistung und deutlicher Vorteile auf dem Eis mussten sich die Fischtown Pinguins im heutigen Auswärtsspiel in Augsburg geschlagen geben. Ein ausgeglichenes erstes Drittel, starkes Penalty Killing auf beiden Seiten und die im Abschluss glücklosen Pinguins prägten eine Partie, die am Ende ein bitteres Ergebnis für die Seestädter bereithielt.
Im ersten Spielabschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Ein frühes Ausrufezeichen setzte Pinguins-Verteidiger Phillip Bruggisser, dessen krachender Schlagschuss mit 153 km/h nur knapp das Ziel verfehlte. Im Blickpunkt stand zudem Neuzugang Keean Washkurak: Der Debütant fügte sich auf Anhieb bestens ein und überzeugte durch Präsenz auf dem Eis. Auf der Gegenseite geriet die Defensive der Bremerhavener in zwei Unterzahlsituationen unter Druck, doch die beste Powerplay-Formation der Liga biss sich am gewohnt starken Kristers Gudlevskis im Pinguins-Gehäuse fest. Auch gefährliche Abschlüsse von Pilu und Busdeker entschärfte der Letten-Keeper souverän, sodass es torlos in die erste Pause ging.
Das zweite Drittel entwickelte sich zu einer von vielen Unterbrechungen zerfahrenen, aber intensiv geführten Partie. Die Fischtown Pinguins erarbeiteten sich nun ein optisches Übergewicht und drückten auf die Führung. Doch sowohl Bruggisser als auch Max Görtz scheiterten mit ihren Möglichkeiten am ebenfalls gut aufgelegten Panther-Schlussmann Tobias Ancicka. Weil beide Defensivreihen dizipliniert arbeiteten und auch das Bremerhavener Penalty Killing erneut felsenfest stand, blieb der Torjubel auf beiden Seiten vorerst aus.
Im Schlussabschnitt setzten die Gäste von der Unterweser ihren Sturmlauf fort, blieben im Abschluss aber vom Pech verfolgt: Weder Abt, Görtz noch Conrad konnten den Puck im Gehäuse unterbringen – am deutlichsten wurde das Schusspech, als eine Scheibe nach einem Versuch von Friesen buchstäblich auf der Torlinie tanzte, aber den Weg ins Netz verfehlte.
So kam es, wie es kommen musste. Nach Vorarbeit von Wood erzielte D.J. Busdeker in der das 1:0 für die Hausherren (42:49). Pinguins-Coach Alexander Sulzer setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und nahm Gudlevskis 2:18 Minuten vor dem Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis (57:42). Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt: Mit zwei Treffern ins leere Tor („empty neter“) in der Schlussminute machten die Panther den Heimsieg endgültig perfekt.
Am Ende stand eine unglückliche Niederlage zu Buche, die einmal mehr verdeutlichte: An diesem Abend trug Fortuna definitiv kein weißes Pinguins-Trikot.
Mannschaftsaufstellungen:
Augsburger Panther: Tor: Ancicka, Peyton; Verteidigung: Wood, Mayhew; Button, Pilu; McCrea, Hoeffenmayer; Glötzl; Sturm: Busdedecker, Kraus, Blank; Elias, Wohlgemut, Wright; Parkes, Henriques, Toporowski; Hanke, Scheel, Zwickl;
Trainer: William Peters, Gerald Fleming;
Fischtown Pinguins: Tor: Gudlevskis, Hungerecker, Strasen; Verteidigung: Hirose, Bruggisser; Byström, Eminger;Abt, Jensen; Sturm: Tuomie, Freisen, Verlic; Kinder, Miele, Washkurak; Conrad, Wejse, Smith; Reinwald, Görtz;
Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany;
Endergebnis: 3:0 (0:0/0:0/3:0)
Tore:
1:0 (42:49) Busdeker, Wood, Blank; EQ
2:0 (59:19) Wright, Henriquez, Wohlgemuth; EQ-ENG
3:0 (59:30) Blank, Wood; EQ-ENG
Strafen:
Augsburg: 10 Bremerhaven: 10
Schiedsrichter:
Lukas Kohlmüller, Zsobor Palkövi; Linienrichter: Maksim Cepik, Jonas Reinold
Zuschauer: 5525


