Befreiungsschlag der Pinguins

25. Oktober 2026

Drei Spieltage vor Beginn der Länderspielpause standen sich heute im letzten Spiel des 12. Spieltages der Penny DEL die Fischtown Pinguins und die Ingolstadt Panthers gegenüber. Hatten die Seestädter in den bisher ausgetragenen 45 Partien 22 mal das bessere Ende auf Ihrer Seite, so mussten die Gäste von der Donau aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs am heutigen Abend, gewollt oder ungewollt, dennoch die Favoritenrolle übernehmen. Nach vier gewonnenen Spielen in Folge und einem dominanten Sieg am vergangenen Freitag in Wolfsburg gingen die Panther entsprechend optimistisch in diese Partie, zu deren Beginn zunächst der langjähre Stadionsprecher Felix Behnert für sein 20 jähriges Engagement geehrt worden war. Aber auch die in ihrer Aufstellung unverändert angetretenen Pinguins, lediglich Gudlevskis und Hungerecker hatten die Rollen getauscht, starteten mit der ihnen eigenen Leidenschaft und Zielstrebigkeit in diese mit Spannung erwartete Partie.

Genau diese Leidenschaft führte dann auch dazu, dass die Pinguins laufstark um jede Scheibe kämpfend sich zu Beginn der Partie gute Chancen erarbeiten konnten. Aber zunächst durften weder Bruggisser, Miele oder Washkurak nach guten Gelegenheiten jubeln. Dies änderte sich erst in der 11. Minute, als Hirose mit unglaublicher Übersicht und Zielgenauigkeit die Scheibe auf Bruggisser passen konnte und der fackelte nicht lange: Kurz danach zappelte die Scheibe hinter Williams im Netz – 1:0 Fischtown! Im Anschluss kamen die Gäste von der Dioanu immer besser ins Spiel und brachten die Pinguins einige Male in Verlegenheit. Doch auch jetzt wussten sich die Pinguins zu helfen und arbeiteten 29 Sekunden vor Drittelende die Scheibe im wahrsten Sinne des Wortes über die Linie. Max Görtz durfte sich nach Videokontrolle der gut leitenden Unparteiischen diesen Treffer gutschreiben lassen.

Den Mittelabschnitt zündete Parker Tuomie in der 21. Minute mit einem Kracher, als er allein gegen Williams lief und die Scheibe im Winkel des Ingolstädter Gehäuses versenkte. Danach nahm die Fischtown Fregatte richtig Fahrt auf. Erst zwei Strafzeiten und ein Gegentreffer von Pietta (25:41) nahmen etwas Wind aus dem Segeln der Fischtowner. In der 33. Minute kamen die  Pinguins jedoch wieder auf Kurs und erzielten durch Colt Conrad mit einem Traumtreffer bei eigener Überzahl den vierten Treffer. Doch auch jetzt fanden die Oberbayern eine Antwort und konnten durch Pietta (34:09) erneut verkürzen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es dann Keean Washkurak, der mit seinem ersten Treffer für die Männer von der Unterweser den alten Abstand wieder herstellen konnte. So durften die Pinguins mit einer 5:2 Führung zum zweiten Pausentee fahren.

Im Schlussdrittel gönnte Ingolstadts Trainer seinem Starttorhüter eine Pause und stellte Jonas Stettmer ins Gehäuse. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf das Spiel der  Pinguins, die sich in den letzten zwanzig Minuten nicht mehr um den Erfolg ihrer Arbeit bringen ließen. Konsequent spielten sie den von Trainer Sulzer vorgegebenen „Gameplan“ zu Ende und krönten ihre sehr gute Leistung am Ende mit einem sehenswerten „empty neter“ von Ludwig Byström zum 6:2 Endstand.

 

Mannschaftsaufstellungen:

Fischtown Pinguins: Tor: Hungerecker, Gudlevskis,  Strasen;  Verteidigung:  Hirose, Bruggisser; Abt, Jensen;  Byström;  Sturm:  Alanov, Verlic, Smith; Conrad, Miele, Washkurak; Görtz, Wejse, Tuomie; Reinwald, Friesen;

Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany;

 

Ingolstadt Panther: Tor:  Williams, Stettmer;  Verteidigung: Hüttl, Breton; Ellis, Wasenden, Appendino, Ruopp, Troppmann;  Sturm: Schmölz, Abbandonato, Agostino;  Vinzens, Powell, Sheen; Girduckis, Pietta, Keating; Schindler, Pul;

Trainer: Mark French, Mike Kelly;

 

Endergebnis:  6:2  (2:0/3:2/1:0)

Tore:

1:0 (11:10) Bruggisser, Hirose, Verlic; EQ

2:0 (10:31) Görtz, Abt, Byström; EQ

3:0 (21;42) Tuomie, Wejse EQ

3;1 (24:41) Pieta, Keatiung, Wasenden PP1

4:1 (33:12) Conrad, Washkurak PP1

4:2 (34:09) Pietta, Girduckis, Keating EQ

5:2 (36:47) Washkurak, Jensen, Abt EQ

6:2 (59:49) Byström EQ-EA-EN

 

Strafen:

Bremerhaven:      8          Ingolstadt:          8          

 

Schiedsrichter:  Andris Ansons, Jan Hribik ; Linesmen:  Vincent Brüggemann, Nikolaj Ponomarjow;

 

Zuschauer: 4249