Am 39. Spieltag der PENNY DEL wartet auf die Fischtown Pinguins eine echte Standortbestimmung: Die Mannschaft von Trainer Alex Sulzer gastiert am Sonntag beim Tabellenzweiten Adler Mannheim. Auftaktbully in der SAP-Arena ist um 16:30 Uhr. Die Ausgangslage verspricht Hochspannung. Während die Kurpfälzer in dieser Saison beide bisherigen Duelle gegen Bremerhaven für sich entscheiden konnten (4:0 in Mannheim, 6:3 in Bremerhaven), reisen die Pinguins mit einer beeindruckenden Serie von sechs Siegen in Folge in die Quadratestadt. Mit weiter wachsendem Selbstvertrauen will man den Abstand zu den Top-5 weiter verkürzen und auch beim Spitzenteam aus Mannheim punkten.
Die Adler präsentieren sich in dieser Spielzeit enorm konstant. Zwar wechselten sich zuletzt Sieg und Niederlage regelmäßig ab, doch am gestrigen Freitag setzten sie mit einem 6:2-Derbysieg in Frankfurt ein Ausrufezeichen. Besonders die Defensive ist das Prunkstück des Teams von Trainer Dallas Eakins: Mit lediglich 90 Gegentoren in 38 Spielen stellen die Mannheimer die beste Abwehr der Liga, dazu kommt mit 136 Treffern die drittbeste Offensive. Großen Anteil an der defensiven Stabilität haben die beiden Top-Goalies Maximilian Franzreb und Johan Christer Mattsson. Der ehemalige Bremerhavener Franzreb, kürzlich für das Aufgebot der Olympischen Spiele nominiert, knüpft in Mannheim an seine starken Leistungen im Dress der Pinguins an und rangiert mit einer Fangquote von 92,22 Prozent und einem Gegentoreschnitt von 2,08 unter den Top-Torhütern der Liga. Mattsson steht ihm mit 2,29 Gegentoren pro Spiel und 91,40 Prozent Fangquote kaum nach.
Auch in der Defensive setzen die Adler Maßstäbe: Nicholas Mattinen gehört mit 17 Toren und 18 Assists erneut zu den punktbesten Verteidigern der Liga und ist zweitbester Scorer unter den Abwehrspielern. In der Plus-Minus-Statistik führen mit Lukas Kälble (+26) und Leon Gawanke (+20) ebenfalls zwei Mannheimer das Ranking an. Offensiv ist Anthony Greco mit 38 Punkten aus 38 Spielen der Topscorer seines Teams. Mit je 13 Treffern liegen Greco, Kristian Reichel und Zach Solow gleichauf, während Mattinen mit 17 Toren sogar noch häufiger erfolgreich war. Besonders gefährlich ist das Mannheimer Powerplay: Mit einer Erfolgsquote von 31,43 Prozent stellen die Adler das beste Überzahlspiel der Liga – für die Pinguins heißt es daher, unnötige Strafzeiten unbedingt zu vermeiden. Verstärkt wurde der Sturm zuletzt zudem durch den ehemaligen Düsseldorfer Brendan O’Donnell, der im Derby in Frankfurt seinen ersten Saisontreffer für die Adler erzielte.
Die Fischtown Pinguins können der schweren Aufgabe jedoch mit viel Selbstvertrauen entgegensehen. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie auch gegen Top-Teams bestehen kann und selbst bei Rückständen nie aufgibt. Goalie Leon Hungerecker präsentierte sich zuletzt als starker Rückhalt und glänzte mit zahlreichen Top-Saves, zudem zeigte sich die Defensive insgesamt deutlich stabilisiert. Personell sind keine größeren Veränderungen im Line-up zu erwarten. Fraglich ist allerdings der Einsatz von Stürmer Christian Wejse, der nach dem gestrigen Spiel im Krankenhaus untersucht werden musste. Eine endgültige Diagnose steht noch aus. Die Partie in Mannheim wird somit ein echter Härtetest – und zugleich die Chance für die Pinguins, ihre starke Form auch gegen einen der Titelanwärter der Liga unter Beweis zu stellen.
| Fischtown Pinguins | Adler Mannheim | |
| 6 | Tabellenplatz | 2 |
| 66 | Punkte | 75 |
| +10 | Tordifferenz | +46 |
| 20,34% | Powerplay | 31,43% |
| 75,86% | Unterzahl | 80,17% |
| Ziga Jeglic | Topscorer | Anthony Greco |
| 28 Punkte | 38 Punkte |
