Am 49. Spieltag der PENNY DEL empfangen die Fischtown Pinguins den ERC Ingolstadt zum vorletzten Heimspiel der Hauptrunde. Auftaktbully ist am Freitag um 19:30 Uhr in der Eisarena Bremerhaven. Nach zuletzt vier Heimniederlagen in Folge wollen die Pinguins vor eigenem Publikum wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Gleichzeitig gilt es für das Team von Alex Sulzer, Platz sechs in der Tabelle zu verteidigen und sich damit eine möglichst gute Ausgangsposition für die heiße Phase der Saison zu sichern. Die Gäste aus Ingolstadt reisen mit 88 Punkten als Tabellenfünfter an die Nordseeküste. Am Mittwoch mussten sich die Panther jedoch bei ihrem Gastspiel in Wolfsburg mit 1:4 geschlagen geben. Trotz dieser Niederlage ist für die Oberbayern das Heimrecht in den Playoffs weiterhin greifbar – der Rückstand auf Rang vier beträgt lediglich vier Punkte. Nach der Olympiapause verlief die Bilanz der Mannschaft von Mark French durchwachsen: Drei Auswärtsniederlagen stehen einem Heimsieg gegenüber.
Offensiv gehört Ingolstadt weiterhin zu den gefährlichsten Teams der Liga. Mit 184 erzielten Treffern stellen die Panther die zweitstärkste Offensive der PENNY DEL und liegen nur knapp hinter den Kölner Haie (188 Tore). Einer der Hauptgaranten dafür ist Riley Barber. Der US-Amerikaner sammelte bereits 57 Scorerpunkte und steht mit 28 Toren auf Rang zwei der ligaweiten Torschützenliste. Auch von der blauen Linie kommt viel Offensivgefahr: Verteidiger Alex Breton führt mit 46 Punkten die teaminterne Wertung der Abwehrspieler an. Insgesamt haben bereits zehn Ingolstädter Spieler die Marke von 30 Punkten überschritten – ein klares Zeichen für die enorme Breite im Angriff. Eine mögliche Schwachstelle der Panther liegt dagegen in der Defensive. Mit 137 Gegentoren haben sie innerhalb der Top-5-Teams die meisten Treffer kassiert. Im Tor setzte Ingolstadt bislang häufig auf den erst 23-jährigen Kanadier Brett Brochu, der bereits 31 Einsätze absolvierte (89,41 Prozent Fangquote / 2,77 Gegentore im Schnitt). Damit stand er häufiger zwischen den Pfosten als Stammtorhüter Devin Williams (17 Spiele, 90,27 Prozent / 2,58 Gegentore). Mit einem Altersdurchschnitt von 26,7 Jahren stellt der ERC eines der jüngsten Teams der Liga. Im Vergleich dazu bringen die Fischtown Pinguins im Schnitt mehr als drei Jahre zusätzliche Erfahrung aufs Eis.
In den direkten Duellen dieser Saison spricht die Bilanz bislang knapp für die Seestädter: Zwei der drei bisherigen Begegnungen konnten die Bremerhavener für sich entscheiden. Zuletzt gelang Anfang Januar ein 3:2-Auswärtssieg in Ingolstadt. In den vergangenen Spielen präsentierte sich vor allem das Penaltykilling der Pinguins gewohnt stabil – kein Gegentor in Unterzahl musste zuletzt hingenommen werden. Verbesserungsbedarf besteht dagegen im Powerplay: Hier blieben mehrere gute Gelegenheiten ungenutzt, und auch vor dem gegnerischen Tor fehlte bei einigen Abschlüssen das nötige Quäntchen Glück. Personell kann Trainer Alex Sulzer voraussichtlich erneut auf das gleiche Line-up setzen wie zuletzt. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Nico Krämmer nach seiner Pause wieder ins Aufgebot zurückkehrt und mit seiner Erfahrung wichtige Impulse liefern kann.
Nach dem Heimspiel gegen Ingolstadt stehen für die Pinguins zwei Auswärtspartien auf dem Programm: Am Sonntag geht es zu den Iserlohn Roosters, ehe am darauffolgenden Freitag das Gastspiel bei den Nürnberg Ice Tigers wartet. Den Abschluss der Hauptrunde bildet schließlich am 15. März das Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen.
Für die Pinguins bietet sich also im vorletzten Heimspiel der regulären Saison die Chance, vor heimischem Publikum ein wichtiges Zeichen zu setzen und mit einem Erfolgserlebnis in die entscheidende Phase der Spielzeit zu gehen.
| Fischtown Pinguins | ERC Ingolstadt | |
| 6 | Tabellenplatz | 5 |
| 74 | Punkte | 88 |
| -3 | Tordifferenz | +47 |
| 20,95% | Powerplay | 22,22% |
| 75,91% | Unterzahl | 82,22% |
| Ziga Jeglic | Topscorer | Riley Barber |
| 34 Punkte | 57 Punkte |
