Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen die Schwenninger Wild Wings wartet auf die Fischtown Pinguins am morgigen Sonntag eine besonders schwere Auswärtshürde: Die Mannschaft von Trainer Alex Sulzer reist in die bayrische Landeshauptstadt und trifft dort auf Red Bull München, das seinerseits mit einem 4:2-Auswärtssieg in Köln in die neue Spielzeit gestartet ist.
Großer Umbruch bei den Münchnern
Bei den Münchnern hat sich im Sommer einiges getan: Gleich 14 Spieler verließen den Klub, dazu stand auch ein Wechsel hinter der Bande an. Mit Oliver David übernahm ein neuer Cheftrainer das Ruder, unterstützt wird er vom ehemaligen Straubing-Coach Rob Leask. Im Tor setzt München weiter auf Nationalkeeper Mathias Niederberger, ergänzt durch Simon Wolf und Neuzugang Matthias Bittner (Krefeld).
Auch in der Defensive gab es zahlreiche Veränderungen. Neben den bewährten Kräften Will Butcher, Konrad Abeltshauser, Maximilian Daubner und Les Lancaster stehen sechs neue Namen auf dem Spielberichtsbogen. Besonders im Fokus: der kanadische Defensivspezialist Dillon Heatherington (AHL), Fabio Wagner (Ingolstadt) sowie Ryan Murphy und Phillip Sinn, die ihrem Trainer aus Salzburg folgten. Zudem kam mit Rio Kaiser ein U23-Verteidiger aus der OHL zurück nach Deutschland. Erst in dieser Woche stieß Ville Pokka aus Finnland dazu – der 31-Jährige feierte in Köln mit zwei Vorlagen einen gelungenen Einstand.
Auch die Offensive wurde kräftig umgebaut. Mit Louis Schinko (Wolfsburg), Gabriel Fontaine (Berlin), Nürnbergs Topscorer Jeremy McKenna (28 Tore, 28 Assists) sowie Brady Ferguson (Rögle BK/SHL) verstärkten sich die Münchner hochkarätig. Dazu kommt U23-Stürmer Philipp Kreining. Erfahrene Kräfte wie Tobias Rieder, Taro Hirose, Chris DeSousa und Yasin Ehliz bilden weiterhin das Gerüst der Angriffsreihen.
Pinguins wollen sich steigern
Bei den Fischtown Pinguins sind dagegen keine großen Veränderungen im Line-up im Vergleich zum Auftakt gegen Schwenningen zu erwarten. Allerdings weiß die Mannschaft, dass in München eine Leistungssteigerung nötig sein wird. Vor allem die Fehlerquote im eigenen Drittel muss reduziert werden, um den stark besetzten Angriff der Hausherren nicht zu einfachen Chancen einzuladen.
In der Offensive gilt es, mehr Durchschlagskraft zu entwickeln, um Keeper Niederberger unter Druck zu setzen. Auf der anderen Seite wird Torhüter Kristers Gudlevskis erneut ein sicherer Rückhalt sein müssen, wenn die Pinguins Zählbares aus der bayrischen Landeshauptstadt mitnehmen wollen.
