Kein Glück am Schwenninger Bauchenberg

23. Oktober 2026

Es lag Spannung über dem Schwenninger Bauchenberg am heutigen Abend, wo es in der Partie der Tabellennachbarn nicht nur um Punkte, sondern auch um die psychologisch wichtige Platzierung in der Tabelle ging. Während die Gastgeber aus Schwenningen vor heimischem Publikum ihren jüngsten Aufwärtstrend weiter ausbauen wollten, reisten die Pinguins aus Bremerhaven trotz einer angespannten Personallage mit dem klaren Ziel an, im Schwarzwald wichtige Punkte einzufahren. Tolle Voraussetzungen also, für einen spannenden und unterhaltsamen Eishockeyabend.

Im ersten Drittel überraschten die die mit nur drei Reihen angetretenen Seestädter das Publikum in der gut gefüllten Schwenninger Arena. Die Pinguins übernahmen von Beginn an das Kommando und setzten bereits in der 2. Minute durch Verlič ein erstes Ausrufezeichen; Schwenningens Torhüter Simon Wolf konnte jedoch noch parieren. Nur fünf Minuten später war er allerdings machtlos: Nach Vorlage von Miele traf Bruggisser mit einem beherzten Schuss zur 1:0-Führung. Nachdem Tuomie in der 7. Minute aus spitzem Winkel noch am Pfosten gescheitert war, vollendete Miele nur eine Minute später einen blitzsauberen Konter zum 2:0. Auch im weiteren Verlauf blieben die Norddeutschen überlegen und gingen mit einer hochverdienten Führung in die erste Drittelpause.

Der Mittelabschnitt war geprägt von vielen Strafzeiten. In der 24. Minute vergab Friesen die beste Chance der Pinguins, als er knapp das Gehäuse verfehlte. Drei Minuten später bekamen die Seestädter die Scheibe nicht geklärt – Kyle Platzer nutzte dies auf Zuspiel von Karachun aus dem High Slot zum Anschlusstreffer (27.). Wegen zahlreicher Zeitstrafen auf beiden Seiten verlor die Partie anschließend spürbar an Tempo. Kurz vor der Pausensirene dann der „Ausgleichsschock“ für die Schützlinge von Trainer Alexander Sulzer. Nach einer Strafe gegen Jensen egalisierte Platzer in Überzahl 28 Sekunden vor Drittelende zum 2:2.

 

Der Schlussabschnitt begann aus Sicht der Seestädter denkbar unglücklich. Bereits in der 42. Minute vollendete Kyle Platzer nach Vorarbeit von Feist und Karachun seinen Hattrick zum 3:2. Nur drei Minuten später konnte Pinguins-Keeper Gudlevskis einen Schuss von Feist zwar noch entschärfen, war aber Sekunden später machtlos, als Hänelt auf Zuspiel von Schemitsch auf 4:2 stellte – die Vorentscheidung. Trotz einer Schlussoffensive der tapfer kämpfenden Pinguins und eines Pfostenschusses von Bruggisser in der 58. Minute gelang die Aufholjagd nicht mehr. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mussten die Norddeutschen ohne Punkte die Heimreise antreten

 

Mannschaftsaufstellungen:

 

Schwenninger Wild Wings: Tor: Wolf, Eriksson;  Verteidigung: Schemitsch, Martinsson ; Bittner, Trivellato; Dziambor, Weber; Wilde;   Sturm: Feist, Platzer, Karachun; Höfflin, Cornel. Hänelt; Uvira, Valk, Bassen; Hempel, Bunnaman,Hübner;

Trainer: Steve Walker, Craig Streu;

 

 

Fischtown Pinguins: Tor: Gudlevskis, Hungerecker, Strasen;  Verteidigung:  Hirose, Bruggisser; Abt, Jensen;  Byström, Verlic;  Sturm:  Alanov, Friesen, Smith; Conrad, Miele, Washkurak; Görtz, Wejse, Tuomie; Reinwald;

Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany;

 

Endergebnis:  4:2  (0:2/2:0/2:0)

 

Tore:

0:1 (04:17) Bruggisser, Miele;  EQ

0:2 (07:31) Miele, Conrad;   EQ

1:2 (26:11) Platzer, Karachun, Feist; EQ

2:2 (39:32) Platzer, Hänelt, Wilde; PP1

3:2 (42:05) Platzer, Feist, Karachun; EQ

4:2 (45:16) Hänelt, Schemitsch, Weber; EQ

 

Strafen:

Schwenningen:          8             Bremerhaven:      6

 

Schiedsrichter: Christopher Schadewaldt, Kilian Hinterdobler; Linesmen: Jan Philipp Priebsch, Denis Menz;

 

Zuschauer: 4333