Die Partie des heutigen Nachmittags stand unter der Überschrift: Duell der Tabellennachbarn in der Kölner LANXESS Arena. Die Haie vom Rhein und die Fischtown Pinguins hatten sich zu einem richtungsweisenden Spiel verabredet, in das beide Teams punktgleich starteten. Hausherren wie auch Gäste sahen sich im engen Mittelfeld der Tabelle unter Zugzwang und wollten alles daransetzen, den Anschluss an die oberen Ränge nicht zu verlieren. Vor heimischem Publikum wollten die Haie ihre Offensivstärke ausspielen, während die Pinguins auf eine stabile Defensive bauten, um die Punkte aus dem Rheinland zu entführen.
Aus einer gut strukturierenden Abwehr und einer geordneten neutralen Zone verstanden es die Seestädter von Beginn an, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. So durfte den Gästen aus der Seestadt eine Überlegenheit zugeschrieben werden, aus der heraus sie immer wieder Nadelstiche setzen konnten. Als nach 10. Minuten Dominik Bokk wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, war es wieder einmal Philipp Briuggisser, der mit einem beherzten Schuss das 1:0 für die Pinguins markieren konnte und zugleich seinen 4. Saisontreffer feiern durfte. Auch danach blieben die Pinguins gefährlich. Zunächst versetzte Alanov mit einem guten Pass Friesen in gute Schussposition und 41 Sekunden vor Drittelende konnte Kemiläinen einen weiteren Bruggisser Knaller mit seinem Schläger die Gefährlichkeit nehmen. Die Pinguins hätten also von einem gelungenen ersten Drittel sprechen dürfen, hätte nicht zuvor Louis Marc Aubry in der 15. Minute mit dem ersten Torschuss der Haie den Ausgleichstreffer markiert.
Den Mittelabschnitt läutete Kölns Kammerer mit einem Schuss an den Pfosten des Bremerhavener Gehäuses ein, den aber die Pinguine ihrerseits mit gefährlichen Aktionen durch Abt, Reinwald, Tuomie und Verlic beantworteten. Da diese Gelegenheiten nicht in Zählbares umgewandelt werden konnten war es umso bitterer, dass die Haie mit einem binnen 31 Sekunden geführten Doppelschlag durch Kemiläinen und Press nach 33 Minuten in Führung gehen konnten. Zusätzliches Pech für die „Sulzer-Mannen,“ dass Colt Conrad in der 38 Minute mit seinem Pfostentreffer nicht zu einer Resultatsverbesserung beitragen konnte und somit die Haie mit einem Zweitorevorsprung in die Drittelpause fahren durften.
Im Schlussabschnitt konnten die Haie durch einen Power-Play-Treffer in der 45. Minute bereits für eine Art Vorentscheidung sorgen. Aubry gelang auf Zuspiel von Bokk dieser Treffer. Dennoch versuchten die Pinguins alles, um zumindest eine Resultatsverbesserung zu erreichen, doch dies gelang ihnen bis zur Schlusssirene nicht mehr.
Mannschaftsaufstellungen:
Kölner Haie: Tor: Juvonen, Wiens; Verteidigung: Kemiläinen, Vittasmäki; Press, Sennhenn; Müller, Austin; Händel; Sturm: Russell, MacLeod, Noebels; Bokk, Ljungh, Aubry; Fischbuch, Tyrväinen, Kammerer; Münzenberger, Storm, Späth;
Trainer: Thomas Berglund; Manuel Koffler;
Fischtown Pinguins: Tor: Gudlevskis, Hungerecker, Strasen; Verteidigung: Hirose, Bruggisser; Byström, Eminger;Abt, Jensen; Sturm: Verlic, Friesen, Alanov; Conrad, Miele, Washkurak; Görtz, Wejse, Tuomie; Smith, Reinwald;
Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany;
Endergebnis: 4:1 (1:1/2:0/1:0)
Tore:
1:0 (11:12) Bruggisser, Miele, Hirose PP1
1:1 (14:48) Aubry, Sennhenn, Press; EQ
2:1 (32:59) Kemiläinen, Münzenberger, Storm; EQ
3:1 (33:30) Press, Boll, Aubry; EQ
4:1 (45:15) Aubry, Bokk; PP1
Strafen:
Köln: 8 Bremerhaven: 6
Schiedsrichter: Andris Ansons, Benjamin Hoppe; Dominic Kontny, Claus Clemens Behrendt:
Zuschauer: 18471


