Am morgigen Sonntag steht für die Fischtown Pinguins der 33. Spieltag der PENNY DEL auf dem Programm. In der heimischen Eisarena Bremerhaven gastieren die Löwen Frankfurt, Auftaktbully ist um 16:30 Uhr. Für beide Teams geht es um wichtige Punkte zum Jahresabschluss – wenn auch aus unterschiedlichen Ausgangslagen.
Die Pinguins mussten sich am 32. Spieltag auswärts bei den defensivstarken Kölner Haien mit 0:3 geschlagen geben. Trotz des Ergebnisses zeigte das Team eine ordentliche Leistung. Leon Hungerecker bot erneut eine starke Partie, an dem einzigen Gegentor traf ihn keine Schuld, die Treffer zum 0:2 und 0:3 fielen ins leere Tor. Besonders erfreulich: Das Penaltykilling funktionierte in den letzten beiden Auswärtsspielen hervorragend, ohne einen einzigen Gegentreffer in Unterzahl. Verbesserungspotenzial gibt es hingegen im Powerplay – gegen das aggressive Unterzahlspiel der Haie blieb Bremerhaven ohne Torerfolg. Zudem zogen die Pinguins erneut zu viele Strafen, was allerdings ohne Konsequenzen blieb.
Die Löwen Frankfurt reisen mit Rückenwind an die Nordseeküste. Nach neun Niederlagen in Folge gelang den Hessen zuletzt ein überraschender 3:1-Auswärtssieg bei Red Bull München. Dennoch ist die sportliche Lage angespannt: Frankfurt ist auf Tabellenplatz 13 abgerutscht, der Abstand auf den letzten Rang beträgt neun Punkte. Mit 128 Gegentoren stellen die Löwen eine der anfälligsten Defensiven der Liga, offensiv gelangen bislang lediglich 72 Saisontore – der zweitschlechteste Wert der DEL. Zudem geben die Löwen ligaweit die wenigsten Torschüsse ab und sind mit 13,81 Strafminuten pro Spiel das unfairste Team der Liga.
Personell ist die Situation bei den Gästen schwierig. Torhüter Cody Brenner fällt verletzungsbedingt aus und befindet sich für rund vier Wochen in der Reha. In der Defensive fehlt Reid McNeil auf unbestimmte Zeit, Ryan McKiernan verletzte sich zuletzt gegen Straubing. Zudem sind Fabio Kose (U20-WM) und sein Bruder Timo Kose nicht verfügbar, im Sturm fehlt außerdem Carter Proft, der für den Rest der Saison ausfällt. Kurz vor Weihnachten reagierten die Löwen und verpflichteten mit Dustin Tokarski einen namhaften Neuzugang. Der 36-jährige Goalie bringt enorme Erfahrung aus AHL (446 Spiele) und NHL (86 Spiele) mit, steht erstmals außerhalb Nordamerikas unter Vertrag und nimmt die letzte Kontingentstelle ein. In seinen bisherigen zwei DEL-Einsätzen konnte Tokarski Niederlagen jedoch nicht verhindern. Beim Sieg in München stand hingegen Mirko Pantkowski im Tor und überzeugte mit einer Fangquote von 95,24 Prozent. Offensiv wird das Spiel der Löwen vor allem von Linus Fröberg geprägt, der mit 25 Punkten bester Scorer ist – in München allerdings sogar in der Defensive aushelfen musste. Kapitän Maksim Matushkin führt die Verteidiger mit 21 Punkten an, bester Torschütze ist Cameron Brace mit 11 Treffern.
Die Fischtown Pinguins wollen nach zwei guten Auswärtsauftritten nun zu Hause nachlegen und das Jahr mit zwei Heimsiegen beenden, denn bereits am Dienstag wartet das nächste Heimspiel gegen Berlin. Mit einem Erfolg gegen Frankfurt soll der Abstand auf die Verfolger Wolfsburg und Nürnberg gewahrt und Platz sechs zurückerobert werden. Im Line-up könnten die zuletzt erkrankten Colt Conrad und Vladimir Eminger wieder Optionen sein. Offen bleibt die Torhüterfrage – auch wenn Leon Hungerecker mit seinen starken Leistungen zuletzt klare Argumente für weitere Einsätze geliefert hat.
Alles ist angerichtet für einen intensiven DEL-Nachmittag in der Eisarena Bremerhaven. Die Pinguins wollen vor heimischem Publikum die nächsten wichtigen Punkte einfahren.
Teamcheck
| Fischtown Pinguins | Löwen Frankfurt | |
| 7 | Tabellenplatz | 13 |
| 50 | Punkte | 28 |
| +2 | Tordifferenz | -56 |
| 19,23% | Powerplay | 17,71% |
| 75,25% | Unterzahl | 76,70% |
| Ziga Jeglic | Topscorer | Linus Fröberg |
| 23 Punkte | 25 Punkte |
