Es war ein Eishockeyspiel mit Klasse und Rasse, das die Fans beider Lager von der ersten Minute an in den Bann zog. Am Ende mussten sich die Seestädter den Gästen aus der Hauptstadt jedoch mit 0:3 geschlagen geben. Trotz optischer Vorteile und zahlreicher Hochkaräter fehlte den Hausherren an diesem Abend das nötige Quäntchen Glück und die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Schon im ersten Spielabschnitt boten beide Mannschaften Eishockey auf hohem Niveau. Lediglich die Tore fehlten, obwohl die Chancen mehr als ausreichend waren, um Zählbares auf die Anzeigentafel zu bringen. Auf Seiten Berlins sorgten Krestan, Vikingstad, Ronning und Tiffels immer wieder für Gefahr. Die Hausherren hielten durch brandgefährliche Aktionen von Kinder, Miele und gleich zweimal Conrad dagegen. Entweder scheiterten die Angreifer jedoch an den stark aufgelegten Torhütern oder das letzte Quäntchen Glück fehlte im Abschluss. Wenngleich die optischen Vorteile und die besseren Möglichkeiten bei den Gastgebern lagen, ging es torlos in die erste Pause.
Den Mittelabschnitt läutete Wissmann mit einem ungefährlichen Schuss von der „Blauen“ ein, der von Gudlevskis jedoch mühelos entschärft werden konnte. Danach die Fortführung des Spiels aus dem ersten Abschnitt. Beide Mannschaften fighteten laufstark und mit Zug zum Tor um den so wichtigen Führungstreffer. Pech für die Seestädter, als in der 27. Minute, bei angezeigter Strafe gegen Berlin, Bruggisser mit drei gezielten Torschüssen nicht erfolgreich war. Auch die anschließende Überzahl konnten die Pinguins nicht nutzen. Danach waren es exakt 48 Sekunden die den Hauptstädtern genügten, um eine 2:0 Führung für sich verbuchen zu dürfen. Wissmann (30:51) und Eder (31:39) durften sich auf dem Spielbericht als Torschützen verewigen lassen. Erneutes Pech für die Pinguins in der 37. Minute, als die Fans auf den Rängen in einer unübersichtlichen Situation vor dem Berliner Tor bereits jubelten, der gut positionierte Schiedsrichter aber die Scheibe richtig am Pfosten sah. So mussten die Hausherren mit einem zwischenzeitlichen Rückstand zum zweiten Pausentee fahren.
Im Schlussabschnitt bemühten sich die die Seestädter weiterhin mit viel Kampfgeist den Anschlusstreffer zu erzielen und hatten Pech, als Bruggisser in der 42. Minute nur den Pfosten traf. Doch auch die Eisbären blieben nicht chancenlos und Gudlevskis konnte in einer 1/1 Situation gegen Foudy noch einmal seine Klasse unter Beweis stellen. Als Headcoach Sulzer nach 56:37 Minuten mit der Herausnahme seines Torhüters alles auf eine Karte setzt, ist es Manual Wiederer, der in der 57, Minute mit seinem „empty neter“ für die endgültige Entscheidung sorgt.
Mannschaftsaufstellungen:
Fischtown Pinguins: Tor: Gudlevskis, Hungerecker, Strasen; Verteidigung: Hirose, Bruggisser; Byström, Eminger;Abt, Jensen; Sturm: Tuomie, Friesen, Verlic; Kinder, Miele, Washkurak; Conrad, Wejse, Smith; Reinwald, Görtz;
Trainer: Alexander Sulzer, Marian Bazany;
Eisbären Berlin: Tor: Neffin, Lafontaine; Verteidigung: Wissmann, Hördler, Smith, Davidosn, Mik, Geibel; Sturm:Ronning, Kirk, Müller; Foundy, Eder; Krestan, Vikingstad, Veilleux; Griva, Wiederer, Hördler;
Trainer: Eric Dubois, Dan Lambert;
Endergebnis: 0:3 (0:0/0:2/0:1)
Tore:
0:1 (30:51 ) Müller, Ronning, Tiffels EQ
0:2 (31:39) Eder, Foudy, Geibel; EQ
0:3 (57:05) Wiederer, Mik EQ-ENG
Strafen:
Bremerhaven: Berlin: 8
Schiedsrichter:
David Cespiva, Jackson Kozari; Linienrichter: Dr. Kai Jürgens, Lukas Pfriem
Zuschauer: 4544


